Schlagwort-Archiv: Bienen

Freude an den Bienen am sonnigen Pfingstwochenende

Pfingstmontag stand ganz in Zeichen der Biene. Wir haben Wachs geschmolzen, Rähmchen gesäubert und neue Mittelwände eingelötet. Lola hat mir geholfen, einzelne Zargen mit frischer Farbe zu versehen und sogar manche künstlerisch verschönert. Es war herrlich, in der warmen Sonne gemeinsam zu arbeiten. In drei Völkern habe ich die Königinnen gesehen, bei der Menge an Bienen, die zur Zeit in den Bienenstöcken wohnen, ein echtes Glück. Ich freue mich immer, wenn ich die Königin sehe – ein schöner Moment.

Dank Nele, meiner lieben Nachbarin und Mitimkerin für diesen Tag, konnte ich eine Königin direkt im Foto festhalten, während Nele geduldig das Rähmchen hielt. Ich habe den vierten Ableger in diesem Frühling gemacht. Die Bienen wollen nicht schwärmen und machen fleissig Honig – was will man mehr?

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Der Mai im Rückblick

Anfang des Monats war es viel zu kalt. Die Alpakas taten mir wirklich leid – so frisch geschoren haben unsere beiden Damen so manchen Tag und auch in der Nacht ganz schön gefroren. Auch die Bienen konnten nur an manchen Tagen ausfliegen – entweder es hat geregnet oder die Temperatur war zu niedrig. Zum Glück hielten sich die Blüten ganz gut, immerhin gab es keinen Starkregen. Mille hat das alles nicht gestört. Sie geht bei jedem Wetter raus. Genauso wie die Hühner. Die stellen sich bei schlechtem allerdings gerne unter – am liebsten direkt vor unserer Terrassentür. Meistens picken sie dann ans Fenster und bitten um Einlass, den sie natürlich nicht bekommen. Alles hat Grenzen 🙂

Insgesamt bin ich mit dem Monat ganz versöhnt – hat er sich doch am Ende noch ganz freundlich gezeigt. Hier einige Impressionen für Euch  – ausschließlich von den schönen Tagen, an denen alles die Wärme genossen haben.

 

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Der Grund für alles

Häufig werde ich gefragt, warum ich mich/wir uns für das Zusammenleben mit all den Tieren entschieden habe, schließlich machen sie auch Arbeit.
Ich kann Euch das ganz genau beantworten:Bienen_3166

Für die Bienen habe ich mich aus Dankbarkeit und Umweltliebe entschieden. Ich habe zwei gesunde Kinder, einen tollen Ehemann und führe, global betrachtet, ein unbeschwertes Leben. Deshalb wollte ich etwas zurückgeben. Das Schöne am Imkern ist, die Bienen geben ihrerseits eine Menge an mich bzw. an uns alle zurück. Überhaupt sind alle Insekten unglaublich wichtig für ein ausgeglichenes Ökosystem. Die Bienen und mich eint, nur bei schönem Wetter draußen arbeiten zu „wollen“. Ihre Lebensweise ist komplex und lernenswert. Ich bin froh, sie für mich entdeckt zu haben – Imkern ist eine Lebensbereicherung.Nanni_1076

Hühner haben mich schon lange fasziniert. Sie sind bei genauem Betrachten wunderschön, jede von Ihnen hat ihren eigenen Charakter. Sie machen kaum Arbeit und schenken uns fast jeden Tag ein Ei – einfach so. Es ist eine Schande, wie die Menschheit in den letzten 50 Jahren dieses Tier ausbeutet und behandelt. Ich wollte damit nichts mehr zu tun haben und nur noch Eier von wirklich glücklichen Hühnern essen. Bio allein reicht bei Eiern heutzutage leider nicht mehr. Jetzt leben wir in fröhlicher Gemeinschaft und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie so durch den Garten stolzieren zu sehen, ist immer wieder schön, die bringen Farbe und Leben in den Garten.Millie_2006

Die Kinder und mein Mann haben sich einen Hund gewünscht. Ich ließ mich gerne „überreden“. Millie ist unser Spielkamerad, Seelentröster, Wachhund und Hühnerschutz in einem. Sie hält mich fit, gesund und ausgeglichen, besonders, weil sie der Grund ist, nun auch bei schlechtem Wetter vor die Tür zu gehen. Nach solchen Schlecht-Wetter-Spaziergängen mit hochgeklapptem Kragen weiß ich spätestens, dass ich ein glücklicher Mensch bin, ein warmes, behütetes Heim zu haben. Sie macht uns alle glücklich. Ich liebe Millie.Alpakas_2856

Die Alpakas sind ein Herzenswunsch gewesen. Ich stricke gern und liebe weiche Wolle und dachte, die könnte ich doch auch „selbst herstellen“. Ich hätte mich auch mit der Cashmere-Ziege anfreunden können, aber die kommt mit dem hiesigen Klima nicht zurecht. Also entschieden wir uns als Familie für die exotisch anmutenden Andenbewohner. Sie sind gutmütig, gut händelbar, nicht laut, quasi stubenrein, sensibel und sehen mit ihren großen Augen und der dichten Wolle puschelig aus. Kurzum, die passen einfach zu uns.Lasse_2452

Unser Kater Lasse hat einen festen Platz in unserem Herzen. Wir werden in absehbarer Zeit ein neues Kätzchen ins Haus holen. Das wird dann sicher den Garten wieder mäusefrei halten und Millie ein neuer Schmusefreund und Kindersatz sein.Shyra 2017_2813

Unser Pferd Shyra ist nun schon 27 Jahre alt. Sie ist die Dame in unserer Familie, die bis heute einen Dickkopf hat. Inzwischen lebt sie – mit einer ebenfalls betagten Stutenfreundin – auf einem Renterhof und erfreut bis heute sich bester Gesundheit. Das liegt auch an der liebevollen Betreuung, die sie dort genießt. Mit Shyra habe ich gern jede freie Minute verbracht und bin bis heute in ihrer Gesellschaft und überhaupt auf einem Reiterhof blitzerholt. Ich freue mich, dass sie so ein langes, gutes Leben hat.
Ihr seht, unsere Haustiere sind für uns Nutztiere und Freunde – eine Bereicherung unseres Lebens. Arbeit machen sie nicht. Für sie zu sorgen ist Freizeitbeschäftigung, die glücklich macht.

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Stabile Grundlage

„Hab mei Wage voll gelade… „Paletten_2764

Es wird Frühling und die ersten Arbeiten an den Bienen stehen an. Ich habe dank eines Bienenfreundes einen Schwung Europaletten geschenkt bekommen. Vielen Dank nochmal :-). Die alten Paletten sind im Laufe der letzten Jahre ziemlich morsch geworden von Sonne, Regen und Frost. Jetzt kann ich die Bienenkästen wieder mit einer stabilen Grundlage ausstatten und bin ganz glücklich. Am nächsten Wochenende werden die Böden getauscht und dann kann das neue Bienenjahr beginnen.

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Impressionen des Tages

1Ich könnte den ganzen Tag verstreichen lassen, indem ich einfach nur die Tiere beobachte…Hier einige Bilder des Tages, damit Ihr mich verstehen könnt ….

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Juchu – ich habe über den Winter kein! Bienenvolk verloren. Alle sind wohlauf! Ich bin glücklich und stolz!

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Die Bienen fliegen trotz der niedrigen Temperaturen fleissig Pollen und Honig ein. Direkt bei den Völkern steht eine Salweide, die jetzt alle Hummeln und Bienen anlockt. Der gesamte Strauch summt und brummt.

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Bienenwachs-Werkstatt Buchrezension

Bildschirmfoto 2016-02-05 um 16.17.20Wie cool ist das denn! Kaum habe ich mich mit der Kerzenherstellung beschäftigt, da flattert mir dieses wundervolle Buch auf den Schreibtisch:

Bienenwachs-Werkstatt von Petra Ahnert.

Ich habe es von vorne bis hinten durchgearbeitet und bin total geflasht. So viele tolle Rezepte um Kerzen, Seifen, Kosmetik und Deko herzustellen. Ich könnte direkt anfangen. Zu allen Projekten gibt es in dem Buch klare Step-Bilder und die Autorin gibt zusätzliche praktische Tipps zu den jeweiligen Herstellungsverfahren. Ein besonderes Highlight ist außerdem das Inhalts-Stoffe-Verzeichnis. Hier beschreibt Frau Ahnert die Konsistenzen, Reaktionen bei der Erhitzung/Verarbeitung, Haltbarkeiten und Wirkungen zu Fetten, Kräutern,  ätherischen Ölen und anderen Zusatzstoffen. So kann sich jeder z. B. sein eigenes Seifenrezept oder seine Lieblings-Körperlotion zusammenstellen. Einfach toll. Die Bienenwachs-Werkstatt ist ein Must have für jeden kreativen Imker. Mein Entschluss steht jedenfalls fest: Ich werde mich weiter und tiefergehend mit Produkten aus der Wachs-Werkstatt beschäftigen und Euch von meinen Erfahrungen berichten. Entsprechende Utensilien sind bereits bestellt. Ich rieche schon förmlich das warme Wachs – herrlich.
Hier könnt Ihr das Buch bestellen

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Honigernte Frühling 2015

IMG_4800Ich habe gestern 45 Kilogramm Honig geerntet. Das ist etwas weniger als im letzten Frühling, aber ich bin dennoch froh. Dieser Frühling war trocken und kalt. Die Völker sind zwar gut entwickelt, aber mit allem spät dran. Ich berichtete Euch bereits davon. Falls Ihr Euch schon mal gefragt habt, wie so eine Ernte aussieht, hier die Steps im Bild:

Erst werden die Waben entdeckelt, d.h. die Wachsschicht, mit der die Waben verschlossen sind, wird mittels einer speziellen Entdeckelungsgabel entfernt.

Honigernte1_5064Hier warten fertig entdeckelte Honigwaben auf die Schleuder.Honigernte2_5061

Erst werden die Waben vorsichtig beidseitig angeschleudert, anschließend wird mit schneller Geschwindigkeit der Honig herausgeschleudert. Diese Waben sind bereits leer. Wie bei einer Wäscheschleuder ist es ratsam, Unwuchten zu vermeiden, indem mal ungefähr gleich schwere Waben einander gegenüber stellt.Honigernte3_5075

Der goldfarbene Honig läuft durch ein Doppelsieb in den Abfülleimer. In dem Sieb werden aufgeschleuderte Wachsreste aufgefangen.Honigernte4_5095

Normalerweise wird der Honig erst stehen gelassen und nach Tagen bzw. Wochen – je nach Tracht – gerührt. Dann nimmt er eine cremige Konsistenz an und kann abgefüllt werden. Aber viele Honigliebhaber schätzen frischen, flüssigen Honig. Ich habe meistens schon eine Reihe Vorbestellungen. Denn so frischen Honig gibt es nur direkt nach der Ernte direkt vom Imker. Deshalb fülle ich einige Gläser sofort ab. Ich liebe diesen weichen, milden Honig, der so intensiv nach den Blüten des Frühling schmeckt zu griechischem Joghurt, in Salatdressings und auf Pfannkuchen  – soo lecker!Honigernte5_5092

 

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Neues Wabenwerk

Waben einlöten_Bilderschaft_0264Mein Wabenvorrat ist zu Ende gegangen. Also habe ich fleissig Wachsplatten eingelötet. Das duftet immer so schön, herrlich. Im Anschluss habe ich alle Völker durchgesehen und meinen vierten Ableger diesem Jahr gemacht. Bis jetzt hält sich bei meinen Wirtschaftsvölkern der Schwarmtrieb in Grenzen. Ist sowieso alles später dran. Ein gutes Indiz ist auch die Reife der Erdbeeren. Auch die sind noch nicht wirklich auf den Wochenmärkten angekommen. Das Angebot ist noch verhältnismäßig rar. Ebenso der Honig. Im letzten Jahr habe ich um diese Zeit schon Frühlingshonig in Gläser abgefüllt. Ich hoffe, ich kann am nächsten Wochenende etwas Honig ernten. Zumindest die Völker mit den Halbzargen sind schon dabei, die Honigwaben zu verdeckeln.

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Wertvolle Bestäubung

Biene Apfelbaum Bilderschaft_9940Die Bienen bestäuben unseren Apfelbaum – den Finkenwerder Herbstprinz. Mit Ihrer Bestäubungsleistung, die für ein vielfaches der Ernteerträge sorgt, sind die Bienen eines unserer wichtigsten Nutztiere. Sie stehen damit an dritter Stelle – noch vor dem Huhn. Laut Bundesministerium für Umwelt beträgt allein in Deutschland der volkswirtschaftliche Nutzen durch Bienen und ihr Bestäuben rund zwei Milliarden Euro pro Jahr. Um so mehr ein Grund sich um diese fleissigen Wesen zu kümmern und leider auch zu sorgen. Ich kann deshalb nur an jeden einzelnen appellieren, in seinem Garten auf Insektengifte zu verzichten. Die Natur (im Einklang mit den Bienen) schenkt uns weit mehr, als Käfer und andere Krabbeltiere uns vermeintlich nehmen. Manchmal befällt mich das Bedürfnis, die puscheligen Bienchen zu umarmen, so wie ich es mit unseren anderen Haustieren mache, aber das geht ja leider nicht. Doch im Geiste bedanke ich mich bei jeder einzelnen, die mir über den Weg summt, weil sie und ihre Völker für uns alle sorgen. Mehr dazu unter: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienen.html 

Biene im Flug_Bilderschaft_9949

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Frühlings-Impressionen

Das Leben ist einfach schön!

Bienen_Bilderschaft_9688Imkerei__Bilderschaft_9661Die Bienen fliegen und erste Imker-Arbeiten stehen an.

Cleo__Bilderschaft_9732Vivi_Bilderschaft_9715Vivi und Cleo sind inzwischen in unserem Garten heimisch geworden.

Torte_Bilderschaft_9640Zierquitte_9745Ostern war ein Genuss!

Lasse spielt__Bilderschaft_9673Millie und Lasse_Bilderschaft_9667Lasse spielt mit dem Wind und freut sich mit Millie über den Frühling.

 

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