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Der Mai im Rückblick

Anfang des Monats war es viel zu kalt. Die Alpakas taten mir wirklich leid – so frisch geschoren haben unsere beiden Damen so manchen Tag und auch in der Nacht ganz schön gefroren. Auch die Bienen konnten nur an manchen Tagen ausfliegen – entweder es hat geregnet oder die Temperatur war zu niedrig. Zum Glück hielten sich die Blüten ganz gut, immerhin gab es keinen Starkregen. Mille hat das alles nicht gestört. Sie geht bei jedem Wetter raus. Genauso wie die Hühner. Die stellen sich bei schlechtem allerdings gerne unter – am liebsten direkt vor unserer Terrassentür. Meistens picken sie dann ans Fenster und bitten um Einlass, den sie natürlich nicht bekommen. Alles hat Grenzen 🙂

Insgesamt bin ich mit dem Monat ganz versöhnt – hat er sich doch am Ende noch ganz freundlich gezeigt. Hier einige Impressionen für Euch  – ausschließlich von den schönen Tagen, an denen alles die Wärme genossen haben.

 

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Der Grund für alles

Häufig werde ich gefragt, warum ich mich/wir uns für das Zusammenleben mit all den Tieren entschieden habe, schließlich machen sie auch Arbeit.
Ich kann Euch das ganz genau beantworten:Bienen_3166

Für die Bienen habe ich mich aus Dankbarkeit und Umweltliebe entschieden. Ich habe zwei gesunde Kinder, einen tollen Ehemann und führe, global betrachtet, ein unbeschwertes Leben. Deshalb wollte ich etwas zurückgeben. Das Schöne am Imkern ist, die Bienen geben ihrerseits eine Menge an mich bzw. an uns alle zurück. Überhaupt sind alle Insekten unglaublich wichtig für ein ausgeglichenes Ökosystem. Die Bienen und mich eint, nur bei schönem Wetter draußen arbeiten zu „wollen“. Ihre Lebensweise ist komplex und lernenswert. Ich bin froh, sie für mich entdeckt zu haben – Imkern ist eine Lebensbereicherung.Nanni_1076

Hühner haben mich schon lange fasziniert. Sie sind bei genauem Betrachten wunderschön, jede von Ihnen hat ihren eigenen Charakter. Sie machen kaum Arbeit und schenken uns fast jeden Tag ein Ei – einfach so. Es ist eine Schande, wie die Menschheit in den letzten 50 Jahren dieses Tier ausbeutet und behandelt. Ich wollte damit nichts mehr zu tun haben und nur noch Eier von wirklich glücklichen Hühnern essen. Bio allein reicht bei Eiern heutzutage leider nicht mehr. Jetzt leben wir in fröhlicher Gemeinschaft und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie so durch den Garten stolzieren zu sehen, ist immer wieder schön, die bringen Farbe und Leben in den Garten.Millie_2006

Die Kinder und mein Mann haben sich einen Hund gewünscht. Ich ließ mich gerne „überreden“. Millie ist unser Spielkamerad, Seelentröster, Wachhund und Hühnerschutz in einem. Sie hält mich fit, gesund und ausgeglichen, besonders, weil sie der Grund ist, nun auch bei schlechtem Wetter vor die Tür zu gehen. Nach solchen Schlecht-Wetter-Spaziergängen mit hochgeklapptem Kragen weiß ich spätestens, dass ich ein glücklicher Mensch bin, ein warmes, behütetes Heim zu haben. Sie macht uns alle glücklich. Ich liebe Millie.Alpakas_2856

Die Alpakas sind ein Herzenswunsch gewesen. Ich stricke gern und liebe weiche Wolle und dachte, die könnte ich doch auch „selbst herstellen“. Ich hätte mich auch mit der Cashmere-Ziege anfreunden können, aber die kommt mit dem hiesigen Klima nicht zurecht. Also entschieden wir uns als Familie für die exotisch anmutenden Andenbewohner. Sie sind gutmütig, gut händelbar, nicht laut, quasi stubenrein, sensibel und sehen mit ihren großen Augen und der dichten Wolle puschelig aus. Kurzum, die passen einfach zu uns.Lasse_2452

Unser Kater Lasse hat einen festen Platz in unserem Herzen. Wir werden in absehbarer Zeit ein neues Kätzchen ins Haus holen. Das wird dann sicher den Garten wieder mäusefrei halten und Millie ein neuer Schmusefreund und Kindersatz sein.Shyra 2017_2813

Unser Pferd Shyra ist nun schon 27 Jahre alt. Sie ist die Dame in unserer Familie, die bis heute einen Dickkopf hat. Inzwischen lebt sie – mit einer ebenfalls betagten Stutenfreundin – auf einem Renterhof und erfreut bis heute sich bester Gesundheit. Das liegt auch an der liebevollen Betreuung, die sie dort genießt. Mit Shyra habe ich gern jede freie Minute verbracht und bin bis heute in ihrer Gesellschaft und überhaupt auf einem Reiterhof blitzerholt. Ich freue mich, dass sie so ein langes, gutes Leben hat.
Ihr seht, unsere Haustiere sind für uns Nutztiere und Freunde – eine Bereicherung unseres Lebens. Arbeit machen sie nicht. Für sie zu sorgen ist Freizeitbeschäftigung, die glücklich macht.

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Impressionen des Tages

1Ich könnte den ganzen Tag verstreichen lassen, indem ich einfach nur die Tiere beobachte…Hier einige Bilder des Tages, damit Ihr mich verstehen könnt ….

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Juchu – ich habe über den Winter kein! Bienenvolk verloren. Alle sind wohlauf! Ich bin glücklich und stolz!

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Die Bienen fliegen trotz der niedrigen Temperaturen fleissig Pollen und Honig ein. Direkt bei den Völkern steht eine Salweide, die jetzt alle Hummeln und Bienen anlockt. Der gesamte Strauch summt und brummt.

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Erster Tag an der frischen Luft – und alle sagen „Hallo“

Erster Tag an der frischen Luft

Es ist so schön warm draußen, dass die Küken den ersten Tag die Sonne genießen dürfen. Zur Sicherheit habe ich die Wärmeplatte raus gestellt – falls es doch frisch wird.Erster Tag

Aber die Kleinen denken gar nicht daran, sich darunter zu stellen. Vielmehr begrüßen sie wuselnd die neugierigen Mitbewohner unseres Gartens.

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Frühlings-Impressionen

Das Leben ist einfach schön!

Bienen_Bilderschaft_9688Imkerei__Bilderschaft_9661Die Bienen fliegen und erste Imker-Arbeiten stehen an.

Cleo__Bilderschaft_9732Vivi_Bilderschaft_9715Vivi und Cleo sind inzwischen in unserem Garten heimisch geworden.

Torte_Bilderschaft_9640Zierquitte_9745Ostern war ein Genuss!

Lasse spielt__Bilderschaft_9673Millie und Lasse_Bilderschaft_9667Lasse spielt mit dem Wind und freut sich mit Millie über den Frühling.

 

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Wichtig – jährliche Impfungen für alle Haustiere

Tierarzt_Bilderschaft_9695Wie jedes Jahr im April – die Tierärztin kommt!

Den Termin haben wir mal wieder geschafft – frei von jeder tierischen Aufregung. Unsere mobile Tierärztin hat die Kaninchen, den Hund und den Kater begutachtet, vorsorglich untersucht und schließlich allen die alljährliche Spritze verpasst. Jetzt sind alle unsere Viecher gegen potentielle fiese Krankheiten geimpft. Außerdem wurden alle Tiere einschließlich der Hühner entwurmt und haben eine Profilaxe gegen Zecken, Flöhe und sonstige Parasiten bekommen. Mit dem Zeckenmittel habe ich mich (also die Tiere) für den ganzen Sommer eingedeckt. Jetzt kann uns eigentlich nichts mehr passieren 🙂 Und der besondere Luxus – unsere mobile Tierärztin kümmert sich um alle Tiere vor Ort. Kein Tiertransport  – kein Stress für Katze und Co. Und die Impfung haben sie kaum gemerkt – nur Lasse hat kurz gezuckt und entrüstet aus seinem Körbchen aufgeschaut.Vetambulanz_Bilderschaft_9692

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Tierische Freundschaft

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Lasse Millie_4733Vor ca. 10 Monaten ist Kater Lasse bei uns eingezogen. Wie ich Euch berichtet habe, musste er sich nach seinem Tierheim-Aufenthalt erst mal bei uns einleben und sich vor allem an unsere Hündin Millie gewöhnen. Millie hat ihm zwar direkt die Freundschaft angeboten, aber  Lasse war davon nicht so schnell zu überzeugen. Er war nie böse zu ihr, aber legte Wert auf einen respektvollen Abstand, der sich zum Glück im Laufe der Zeit nach und nach verringerte.Lasse Millie_4732

Inzwischen haben sich die beiden (unblutig) zusammengerauft und sind wahre Kumpel geworden. Ich freue mich jedes mal, wenn die beiden so harmonisch miteinander kuscheln. Was für ein Glück!Lasse Millie_4731

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Ein herrlicher Tag

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Was gibt es Schöneres als einen Winterspaziergang mit Hund in der beruhigenden Natur! Das hält Körper und Seele gesund. Ich genieße diese Zeit der Stille an der frischen Luft – vergessen sind dann Weihnachtsstress, Büro-Hektik und nörgelnde Kinder. Und ein Schaf am Wegesrand erinnert mich daran – nach Weihnachten ist vor Ostern!

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Emotional durchgeschüttelt

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Heute habe ich mir ersthaft Sorgen gemacht. Seit dem Mittag habe ich Olivia vermisst. Ich habe den Hühnern wie jeden Tag mittags Mais gefüttert. Nur Olivia ist auf meinen Lockruf nicht gekommen, dabei liebt sie Mais. Ich habe das Grundstück abgesucht – erfolglos. Den Nachmittag habe ich im Garten verbracht und unermüdlich nach ihr gerufen – nichts – keine Olivia. Ich wurde immer nervöser. Am Abend habe ich mich auf die Suche gemacht und auch die Nachbargrundstücke abgesucht. Eine Nachbarin erzählte, Olivia wäre in den Fängen eines frei laufenden Hundes gewesen. Die Hundebesitzerin konnte zwar nach einem zweiten Angriff des Hundes das Tier an die Leine nehmen, aber das wahrscheinlich verletzte Huhn wäre panisch in die „Wildnis“ geflohen. Inzwischen dämmerte es, ich irrte durch die Nachbarschaft und hielt Ausschau nach einem verletzten oder toten Huhn. Meine Hoffnung schwand. Die Kinder weinten. Ich suchte weiter – Millie und Lasse begleiteten mich. Dann sprach ich in der Dunkelheit eine weitere Nachbarin an, die in einer beleuchteten Garage stand. Sie hatte Olivia tatsächlich in ihrem im Garten!  Wahnsinn! Ich konnte es nicht fassen und sie konnte nicht glauben, dass Olivia ein echtes Huhn ist. Und das beste: Olivia ist scheinbar unverletzt! Sie saß unter einer Tanne und ließ sich völlig ruhig auf den Arm nehmen. Gemeinsam mit Millie und Lasse habe ich sie nach Hause getragen. Das muss lustig ausgesehen haben – Mensch mit Huhn auf dem Arm, mit Hund- und Katzengeleit. Die Kinder haben vor Freude geweint und die andere Nachbarin hat sich später noch nach Olivias Befinden erkundet. Auch sie konnte vor Sorge nicht einschlafen. Ende gut – alles gut! Im Angesicht des Verlustes wird einem plötzlich klar, wie viel so ein Lebewesen einem bedeutet. Jetzt sind alle wieder da. Ich bin so froh!

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Hundestrände –

Milie am Strand Niendorf_3207– sind nicht einfach zu finden hier  – im Hamburger Norden. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, mit dem Hund ans Wasser zu fahren. Wir wohnen elbnah, deshalb ist es klar, dass Millie mindestens 1x in der Woche einen Sprung ins kühle Nass des Elbstroms macht. Aber jetzt sollten auch die Kinder zu ihrem Recht kommen. Wir wollten mit der ganzen Familie planschen und hochsommerlichen Badespaß haben. Nach Recherchen im Internet sollte es einen Hundestrand am Ratzeburger See geben. Weit gefehlt, gefunden haben wir nur einen matschigen Zugang am Weg, der gleichzeitig eine Slipanlage für kleine Boote ist. Nach einer ewig gefühlten Odyssee am See entlang mit quengelnden Kindern, einem durstigen Hund und Fassungslosigkeit bei sengender Hitze hatte der Campingplatz in Buchholz gegen eine Tagesgebühr mit uns Erbarmen und duldete uns auf der kleinen, aber gepflegten Seewiese mit Hunde-Badeerlaubnis auf der Slipanlage links des hölzernen Steges. Wahnsinn! Dabei gibt es doch zunehmend Hundebesitzer. Wo sind die alle? Auf der Campingplatzwiese waren ca. 10 weitere Damen mit ihren puscheligen Schoßhunden, die ihre Tiere ins erfrischende Wasser ließen. Alle hatten ihren Spaß und niemand hat sich daran gestört. Danke noch mal an den toleranten Campingplatz-Besitzer.

Am nächsten Tag wollten wir zum Schaalsee, in der Hoffnung, hier gäbe es etwas mehr Hundetoleranz. Keine Chance!

Also beschlossen wir, an die Nordsee zu fahren. Laut Internet, gibt es auf dem Festland nur 3 Hundestrände: Friedlichskoog, Büsum und St. Peter Ording. Ein echter Strand mit Freilaufgelegenheit ist davon nur in St. Peter. Na gut, so wollten wir den weitesten Weg auf uns nehmen, doch leider sagte der Tidenkalender Ebbe an. Hat jetzt sogar schon das Meer Angst vor Hunden?

Niendorf Ostsee_3201

Na dann auf zur Ostsee. nach eingehenden Internetrecherchen gibt es 2 hundefreundliche Strände: Boltenhagen und Niendorf. Auf nach Niendorf! Stau Richtung Lübeck – na und. Den haben wir mit Hunde-Trinkpause und Kinder-CDs locker umfahren. Sogar Parkmöglichkeiten in zumutbarer Nähe! Toll! Der Strandabschnitt ist ziemlich klein. Die Leute lagen dicht an dicht und dass auch noch nassen Hunden, aber die Stimmung war super. Alle Hunde haben aufs Wort gehört und blieben bei Ihren Besitzern. Echte Harmonie zwischen Mensch und Tier. Die Hunde haben sich im Wasser ausgetobt und nach Tennisbällen (die es am Eingang zu kaufen gab) um die Wette geschwommen. Die Kinder sind Boot gefahren, haben Wasserball gespielt und Eis gegessen. Keine laute Musik, keine Gegröle, keine verbrannten, alkoholisierten Menschen, herrlich! Der Weg hat sich gelohnt! Schade, dass es so  wenig Hundestrände gibt.

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